Fritz Grünbaum
Das Deutsche Bühnen-Jahrbuch führte den Kabarettisten und Autor 1911 unter der Adresse Theobaldgasse 15.
Seit mehr als einem Jahrhundert kommen Reisende in der Theobaldgasse 15 an. Seit 1955 gehört die Pension zu unserer Familie.

Das Haus an der Ecke Theobaldgasse und Fillgradergasse wurde 1909 nach Plänen des Wiener Architekten Adolf Jäger errichtet.
Schon 1912 empfing hier die Pension Schulhof ihre Gäste. Eine Anzeige im Neuen Wiener Tagblatt versprach elegante Zimmer zu zivilen Preisen, ein Telefon und besondere Konditionen für Studierende.
Geführt wurde die Pension von Ida Schulhof. Später übernahmen Wilhelm und Elisabeth Kößler; Wilhelm Kößler war Vorstand der Wiener Pensionen. Der Name Pension Mozart ist spätestens ab 1940 belegt.
Manche wohnten im Haus, andere blieben nur wenige Tage. Ihre Verbindung zur Theobaldgasse ist unterschiedlich, ihre Namen führen weit über diese Adresse hinaus.
Das Deutsche Bühnen-Jahrbuch führte den Kabarettisten und Autor 1911 unter der Adresse Theobaldgasse 15.
Ein Etikett auf einem 1915 datierten Gemälde nennt das Wiener Atelier des Malers und Illustrators an dieser Adresse.
Der damals achtzehnjährige Engländer wohnte im August 1930 für einige Tage in der Pension Schulhof. Später wurde er als britisch-sowjetischer Doppelagent bekannt.
Der Wiener Kulturpolitiker und Schriftsteller lebte viele Jahre im Haus. Von 1945 bis 1949 war er Kulturstadtrat der Stadt Wien.

1955 übernahm Gertrude Mauracher die Pension aus dem Nachlass von Elisabeth Kößler.
Später führte ihr Sohn Nikola Mauracher den Betrieb weiter. Heute wird die Pension in dritter Generation geführt.
Galina Mauracher ist Pianistin und Dirigentin und wurde unter dem Namen Gal Rasché bekannt. Proben, Konzerte und Musik gehörten damit nicht nur zum Namen der Pension, sondern auch zum Alltag der Familie.
Der finnlandschwedische Komponist datierte zwei Klavierstücke in der Pension Mozart. Der kleine Ortsvermerk macht seinen Wiener Aufenthalt bis heute greifbar.
Der schwedische Musiker wohnte während einer Wienreise in der Pension. In seinen Erinnerungen erzählt er von Tagen in der Stadt und Abenden mit Salome, Tannhäuser und Der fliegende Holländer in der Staatsoper.
Nach einer umfassenden Erneuerung öffnete die Pension 2021 wieder.
Heute erwarten Sie 13 Zimmer und Apartments in sieben Kategorien, kontaktloser Self Check-in und persönliche Erreichbarkeit per Telefon und digital. Naschmarkt, MuseumsQuartier und Mariahilfer Straße liegen wenige Gehminuten entfernt. Nach einem Tag in Wien ist die Theobaldgasse 15 wieder Ihre Adresse.

Die Angaben beruhen auf historischen Zeitungsanzeigen, Adress- und Bühnenverzeichnissen, Werkvermerken, Lebenserinnerungen und Unterlagen zur Geschichte des Hauses.